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Wie geht es dir? Oft antworten wir einfach mit gut. Doch wird dieses Wort dem gerecht, was wirklich in uns vorgeht?
In dieser Episode nähern sich Hildegard Leonhard und Theofilos Sidiropoulos dem Thema Gefühle. Sie sprechen darüber, dass Gefühle schneller sind als Gedanken und uns oft längst etwas zeigen, bevor der Verstand die Situation überhaupt erfasst hat. Gefühle als innere Sprache, als Wegweiser, die weder gut noch schlecht sind, sondern einfach da sein dürfen.
Es geht um den Umgang mit unangenehmen Gefühlen, um das Bewerten und Wegdrücken und darum, wie man ein Gefühl wahrnehmen kann, auch wenn gerade nicht der richtige Moment ist. Hildegards Bild dazu: Der Teil von uns, der wütend oder verwirrt ist, darf kurz an den Spielfeldrand sitzen und durchatmen, während wir präsent bleiben. Theo bringt seine ehrliche Perspektive ein, auch seinen Widerstand, Gefühle als Abenteuerreise zu sehen, und die Überraschungsbox, die einen erdet, wenn man sich gerade für erleuchtet hält.
Ein zentraler Gedanke ist der Unterschied zwischen teilen und auskotzen. Gefühle mitzuteilen ist wertvoll, aber das Gegenüber ist kein Abfalleimer. Dazu ein sehr offener Austausch über Authentizität, über die Freude, die man sich erlauben darf, und über die Frage, wer eigentlich der grösste Richter über unsere Gefühle ist. Wir selbst.