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So bin ich halt, das habe ich von meinen Eltern. Solche Sätze klingen wahr und sind doch oft nur eine Geschichte, die wir immer wieder erzählen.
In dieser Episode sprechen Hildegard Leonhard und Theofilos Sidiropoulos darüber, wie wir alte Muster erkennen und die eigene Geschichte loslassen können. Theo erzählt sehr offen von einem Moment am Sportmatch, als eine Nachricht Wut in ihm auslöste und er im Nachhinein merkte, dass er reagierte wie sein Vater. Genau an diesem Punkt beginnt die Frage: Nehme ich das Muster einfach weiter oder habe ich eine Wahl?
Hildegard zeigt, dass wir sehr wohl eine Wahl haben. Nicht weil es einfach wäre, sondern weil unser Gehirn bis zum letzten Atemzug veränderbar bleibt. Je öfter wir anders reagieren, desto mehr bilden sich neue Verbindungen. Der Schlüssel liegt darin, den verletzten Anteil in uns, oft ein Kindanteil, wahrzunehmen und ihm Fürsorge zu geben, statt ihn zu verdrängen.
Ein wichtiger Gedanke der Folge: Wut ist erlaubt. Sie ist ein Gefühl wie Freude und darf da sein. Es geht nicht darum, sie wegzudrücken, sondern darum, sie nicht einfach am nächsten Menschen auszulassen. Dazu sprechen die beiden darüber, wie Muster über Generationen weitergegeben werden und wie auch Kinder lernen dürfen, dass sie wählen können, wie sie reagieren.