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Das Wort Wert hat zwei Bedeutungen. Etwas bewerten und etwas, das einem wichtig ist. In dieser Episode geht es um das Zweite.
Zurück aus der Sommerpause sprechen Hildegard Leonhard und Theofilos Sidiropoulos darüber, was ihnen im Leben wirklich wichtig ist. Aufgenommen draussen im Eigental, im stillen Regen eines Sonntagmorgens. An erster Stelle steht für Hildegard die Würde des Menschen. Dieser innerste, unantastbare Kern, der bleibt, egal was das Leben mit uns macht.
Von ihrer Zeit in einem Maiensäss in Truns erzählt Hildegard von Begegnungen mit Hirschen, Rehen und ihren Kitzen. Von der majestätischen, ungespielten Präsenz eines Hirsches, der einem direkt in die Augen schaut. Und davon, dass wir im Wald zu Gast sind, im Wohnzimmer der Tiere, und dass Respekt bedeutet, alles wieder mitzunehmen und den Ort so zu hinterlassen, wie wir ihn vorgefunden haben.
Die beiden sprechen auch über Kraftorte, die man im Herzen mitnimmt, über Ehrlichkeit und Authentizität als gelebte Werte und über das Vertrauen ins Leben. Ein Vertrauen, das manchmal ins Wanken gerät, zu dem man aber immer wieder zurückfinden kann. Dazu die schöne Geschichte der zwei Mönche, die zeigt, wie befreiend es ist, Belastendes nicht weiterzutragen.