Eine richtige Grippe ist etwas ganz anderes als eine einfache Erkältung. Jeder, der schon mal eine solche Influenza hatte, weiß das: Hohes Fieber, rasende Kopfschmerzen, trockener Husten und völlige Abgeschlagenheit - und das über Wochen. Inzwischen weiß man, dass eine Grippe auch zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine tödliche Herzrhythmusstörung mit Herzversagen führen kann. Gerade bei älteren Menschen oder Risikogruppen.
Eine Grippeimpfung kann - zumindest zum Teil - davor schützen. Aber die Deutschen sind impfmüde. Regional sind die Zahlen unterschiedlich: Schlusslicht ist Baden-Württemberg. Dort ließ sich zuletzt nur ein Fünftel der über 60-Jährigen impfen. Ganz vorne lag dagegen Sachsen-Anhalt mit 52 Prozent. Norddeutschland bewegt sich eher in der Mitte, so zwischen 43 und 45 Prozent, wobei Hamburg weiter hinten liegt.
Wann man sich impfen lässt, will gut überlegt sein, sagt Korinna Hennig aus der ARD Gesund Reaktion. Denn der Impfschutz lässt nach einigen Monaten nach. Und die Grippesaison beginnt oft erst nach Weihnachten. Vieles spreche auch dafür, Kinder gegen Grippe impfen zu lassen.
Der Infektiologe Mathias Pletz von der Universität in Jena verweist auf NDR Info darauf, dass Grippeimpfungen kaum Nebenwirkungen haben. Und auch wenn sich das Virus kontinuierlich verändert und damit eine Impfung auch nicht jedes Jahr gleich wirksam ist, rät er zur Pieks gegen die Grippe. Denn so könne der Verlauf einer Erkrankung abgemildert werden.
weitere Informationen:
Start der Grippesaison - wer sollte sich impfen lassen?
https://www.ndr.de/audio-3505030.htmlGrippe (Influenza): Symptome, Behandlung und Impfung
https://www.ndr.de/grippe198.htmlInfektiologe Pletz: Grippeschutzimpfung unbedingt empfehlenswert
https://www.ndr.de/audio-3504900.htmlAlle Folgen von “NDR Info Thema” auch in ARD-Sounds
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:193cce6e1dd33420/Moderation: Peter Mücke
Interviews: Stefan Schlag
Planung: Bernd Musch-Borowska
Produktion/Distribution: Mathias Stössner