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In dieser Folge ist Dr. Christine Otto-Morris, psychologische Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Kiel, bei uns zu Gast. Wir sprechen mit ihr über ihren beruflichen Werdegang, wie sie zunächst Psychologie studiert, dann viele Jahre in Kinderkliniken gearbeitet und parallel ihre Weiterbildung zur Psychotherapeutin abgeschlossen hat.
Wir schildern, wie aufwendig und lang die Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin ist. Dabei geht es um hohe finanzielle Belastungen, unbezahlte oder gering vergütete Arbeit in der Ausbildung, Prüfungen sowie den hohen Zeit- und Kraftaufwand neben Beruf und Familie.
Wir erklären anschließend, warum Christine von der Klinik in die ambulante Praxis gewechselt ist. Für sie waren vor allem die längere Begleitung von Menschen, die Arbeit an Beziehungen und auch die fehlende Sicherheit in der Klinik ausschlaggebend.
Wir geben Einblick in den Alltag einer Praxisgemeinschaft und beschreiben, wie dort gearbeitet wird: ohne Rezeption, mit eigenen Telefonen, eigenständiger Abrechnung und langen Sitzungen von meist 50 Minuten. Wir sprechen auch darüber, dass ein voller Arbeitstag in der Psychotherapie ein hohes Maß an Belastung u Konzentration erfordert.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die aktuelle Versorgungslage. Wir erläutern, warum Wartelisten für beide Seiten problematisch sind, wie die gesetzlich vorgeschriebenen Sprechstunden ablaufen und welche Folgen eine geplante Budgetierung und Vergütungskürzung für die psychotherapeutische Versorgung haben könnte.
Zum Schluss sprechen wir über häufige Beschwerdebilder wie Depressionen und Ängste, über Auswirkungen von Corona, Medienkonsum und sozialen Problemen sowie über Suizidprävention. Wir nennen auch, was junge Menschen zur psychischen Gesundheit beitragen können, und betonen, wie wichtig es ist, sich bei Bedarf Hilfe zu suchen und politische Unterstützung für die Psychotherapie aufzubauen.
Die in diesem Podcast besprochenen medizinischen Themen und Antworten dienen ausschließlich der allgemeinen Information und gesundheitlichen Aufklärung. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung, Diagnosen oder Behandlungen. Bei persönlichen Beschwerden oder gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin oder Arzt.