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In dieser Folge von „Energie im Wandel“ spricht Claus Hartmann mit Patricia Dau von den Stadtwerken Steinburg, der Westholstein Wärme GmbH und watt_2.0 e.V. über die Wärmewende in Schleswig-Holstein – und darüber, warum sie in der Praxis deutlich komplexer ist, als viele politische Debatten vermuten lassen. Patricia zeigt am Beispiel des regenerativen Wärmenetzes in Brunsbüttel, wie kommunale Wärmeplanung zu konkreter Infrastruktur wird: mit Abwärme, Großwärmepumpen, Industrieabwasser, Kanalwasser und sieben Kilometern Netz. Gleichzeitig spricht sie offen über die größten Bremsklötze: Finanzierung, Fördermittelprozesse, Bauzeiten, Kundenkommunikation und die schwierige Frage, wie sozialverträgliche Preise und Wirtschaftlichkeit zusammenpassen. Besonders deutlich wird: Die Wärmewende ist kein reines Technikprojekt. Sie braucht neue Geschäftsmodelle, Partner, Bürgerbeteiligung, transparente Kommunikation und Stadtwerke, die bereit sind, über klassische Strukturen hinauszudenken. Für Patricia sind drei Dinge entscheidend: Mut, Flexibilität und Durchhaltevermögen.