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Haben Schweizer Behörden den Nazi-Verbrecher Josef Mengele gedeckt? Antworten erhoffte man sich aus den Akten des Schweizer Nachrichtendienstes (NDB). Kürzlich wurden sie freigegeben, allerdings in Teilen geschwärzt. Das sei Zensur, sagt der Historiker Gérard Wettstein bei Simone Hulliger.
Die Akten des NDB waren bis jetzt nicht zugänglich. Dagegen wehrte sich Wettstein – mit Erfolg: am 10.9.2026 wurden die Akten der Öffentlichkeit offengelegt. Es wurden aber Stellen geschwärzt, um Quellen oder Personen zu schützen, so der NDB. Die Akte unterliegt nach wie vor einer Schutzfrist. Wettstein wird den Fall weiterziehen und beim Bundesverwaltungsgericht Einsprache gegen die Schwärzungen erheben. Welche Verbindungen hatte der Nazi-Verbrecher in die Schweiz? Welche Erkenntnisse lassen sich aus den veröffentlichten Akten gewinnen? Und wie behindern die Schwärzungen die Geschichtsforschung?