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KI-Neandertaler mit Malcolm Werchota

KI-Neandertaler mit Malcolm Werchota

#24 - Europas 24-Stunden-Uhr: Ab Freitag meldet ihr ausgenutzte Sicherheitslücken in einem Tag. Und das iPhone kommt ohne Gehirn nach Europa.

KI-Neandertaler mit Malcolm Werchota · 10. Sept. 2026 · 24:20

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Freitagabend, halb acht, ein Maschinenbauer in Vorarlberg. Ein Kunde ruft an: Auf eurer Maschine blinken alle Lichter, da lädt jemand Daten runter. Der Produktchef ist auf dem Weg an die Adria, die Entwickler sind zu Hause. Ab morgen habt ihr für diesen Fall 24 Stunden — nicht zum Reparieren, zum Melden.


Am 11. September wird der Cyber Resilience Act scharf, und eine Befragung von 200 deutschen Industriefirmen sagt: 45 Prozent wussten nicht, dass es diese Regel gibt. Dazu ein iPhone, das ohne Gehirn nach Europa kommt, eine Sechzehnjährige in Delhi, die auf Hindi die falsche Antwort bekam, und ein KI-Politikpapier, das von der KI erfunden wurde. Grüße aus Lochau.


In dieser Folge:

⏱️ Europas 24-Stunden-Uhr (01:54) — ab Freitag gilt: Wer eine vernetzte Maschine, ein Medizingerät oder einen Toaster mit WLAN verkauft und erfährt, dass eine Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird, meldet das innerhalb von 24 Stunden. Manche Sicherheitsdienste schaffen es nicht einmal in 24 Stunden vor Ort. ONEKEY hat 200 Industrieunternehmen befragt: 45 Prozent kannten die Anforderung nicht, 62 Prozent halten die Frist für kaum machbar. Malcolms Rat: kein neues Projekt — aber definiert, wer auf den Melden-Knopf drücken darf.

🍏 Das iPhone denkt mit Google (07:02) — aufgenommen vor der Keynote von John Ternus, dem neuen Apple-Chef. iPhone 18 Pro, das erste Falt-iPhone für 2.200 bis fast 3.000 Dollar. Apple baut keine eigenen Modelle und zahlt Google berichtet eine Milliarde Dollar im Jahr für ein maßgeschneidertes Gemini. Siri AI kommt nur auf Englisch, nicht in China — und wegen des Digital Markets Act vorerst nicht auf iPhones in der EU. Die S-Klasse mit dem Motor von Peugeot, und nach Wien wird nur das Chassis geliefert.

🌍 Sicher nur auf Englisch (10:59) — Sumiya Khan, 16, Neu-Delhi, fragte ChatGPT auf Hindi, warum sie ständig müde ist: „nur Stress". Es war Eisenmangelanämie. Auf Tigrinya, gesprochen von neun Millionen Menschen, wurde aus Pocken Syphilis und aus „intravenös Antibiotika" „intravenös Insektizide". Weniger Trainingsdaten heißt mehr Halluzinationen und schwächere Leitplanken — auch auf Ungarisch. Wer einen Firmen-Chatbot in zehn Länder ausrollt, rollt zehn verschiedene Chatbots aus.

🏛️ Zürich und Südafrika (16:05) — am Montag das erste AI Governance Forum der ETH Zürich, mitorganisiert vom Europarat, mit Michael Schöll vom Bundesamt für Justiz und Thomas Schneider vom BAKOM: Menschenrechte, Verantwortung, Kontrolle, auf dem Weg zum Geneva AI Summit 2027. Und das Gegenbeispiel: Südafrikas vom Kabinett genehmigte KI-Politik vom 10. April musste zurückgezogen werden — die Quellen waren von der KI erfunden. Nicht lästern: Das passiert auch bei KPMG, EY, und vielleicht bei uns.

🧵 Der Donnerstags-Faden (20:50) — wie gut funktioniert deine KI für dich? Die Neandertaler-Regel: Jede KI-Quelle sofort anklicken, bevor du dich blamierst. Und neu: der KI-Neandertaler auf Substack — kurze Artikel, halb KI, halb Malcolm, mit Bildern.


Eine Sache für diese Woche: Wer Produkte mit Chip verkauft, legt heute fest, wer am Samstagmorgen die Meldung abschicken darf — und wer die Vertretung ist.


📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904

🌐 werchota.ai · 📖 aineanderthal.ai


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