VERHALTENSORIGINELL - Der Katzenpodcast mit Frau Clickerlöwe - Mehr verstehen. Weniger abstempeln.
VERHALTENSORIGINELL - Der Katzenpodcast mit Frau Clickerlöwe - Mehr verstehen. Weniger abstempeln. · 8. Okt. 2026 · 23:08
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🐱 „WEGEN MEINER KATZE KANN ICH NICHT …“
„Ich habe wegen meiner Tiere jahrelang keinen Urlaub gemacht. Jetzt muss ich erst einmal alles nachholen.“
Puh.
Bei solchen Sätzen frage ich mich immer:
Hat die Katze den Urlaub verboten – oder hast Du eine Entscheidung getroffen?
Denn unsere Tiere haben uns nicht gezwungen, sie aufzunehmen. Und sie haben ganz sicher keinen Vertrag unterschrieben, in dem steht, dass wir ab sofort nie wieder verreisen dürfen.
Natürlich verändert Tierhaltung unser Leben. Sie kostet Zeit, Geld und manchmal auch Spontaneität.
Aber muss daraus wirklich irgendwann werden:
„Wegen Dir musste ich verzichten“?
Darüber spreche ich in dieser sehr persönlichen Bonusfolge.
Über Urlaub und Verantwortung. Über Catsitter, Freunde, Familie und Nachbarn. Darüber, warum für mich die Betreuung meiner Katzen genauso selbstverständlich ins Urlaubsbudget gehört wie Hotel und Anreise – und warum „Futter rein, Klo sauber, tschüss“ für viele Katzen eben keine wirklich gute Urlaubsbetreuung ist.
Und ja, ich erzähle auch, warum ich selbst selten verreise.
Joshi und Peach sind Senioren und chronisch krank. Wenn ich wegfahre, möchte ich deshalb wissen, dass nicht nur Medikamente gegeben werden, sondern jemand wirklich hinschaut: Wie geht es ihnen? Fressen sie normal? Verhalten sie sich anders? Dazu gehören bei meinen Jungs auch ihre vertrauten Routinen – Schmuseeinheiten, Bürsten, Clickertraining und mittlerweile sogar Rotlicht.
Und trotzdem war mein Urlaub mit Michelle im September übrigens herrlich erholsam, absolut köstlich und – man glaubt es kaum – komplett ohne Streit und Stress.
Es geht also durchaus: Katzen haben, Verantwortung übernehmen und Urlaub genießen.
Ich musste nur vorher wissen: Meine Jungs sind gut versorgt. Und wenn etwas passiert, kann ich ins Auto steigen und nach Hause fahren. Genau diese Sicherheit hat dafür gesorgt, dass ich tatsächlich abschalten konnte.
Und bevor jetzt jemand „Helikopter-Katzenmama!“ ruft:
Ja, vielleicht würde jemand anders weiter wegfliegen. Völlig okay.
Ich bewerte niemanden dafür.
Dann möchte ich aber bitte auch nicht dafür bewertet werden, dass meine Grenze woanders liegt.
Denn vielleicht ist die spannendere Frage gar nicht:
„Auf wie viel muss ich wegen meiner Katze verzichten?“
Sondern:
„Welche Prioritäten habe ICH gesetzt?“
Niemand muss nach dem Tod seiner Katze wieder ein Tier aufnehmen. Man darf reisen wollen. Man darf spontaner leben wollen. Man darf sagen: „Ich möchte kein Tier mehr.“
Aber vielleicht müssen wir unsere Tiere dafür nicht rückwirkend zu den Schuldigen eines angeblich verpassten Lebens machen.
Denn zwischen
„Ich musste zehn Jahre verzichten.“
und
„Zehn Jahre lang war mir etwas anderes wichtiger.“
liegen sprachlich nur ein paar Worte.
Emotional liegen da für mich Welten.
🎙️ VERHALTENSORIGINELL – Der Katzenpodcast mit Frau Clickerlöwe
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