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Der Schwarze Tod ist seit fast 700 Jahren vorbei – und trotzdem begegnet uns die Pest noch überall.
In der letzten Folge unserer Pest-Trilogie geht es deshalb nicht mehr darum, was während des Schwarzen Todes geschah, sondern darum, was danach aus ihm wurde.
Wir hören Menschen zu, die Pestepidemien selbst erlebt haben: Boccaccio im Florenz des Jahres 1348, Agnolo di Tura in Siena, Guy de Chauliac in Avignon, Ibn al-Khatib in Granada und später Samuel Pepys im London des Jahres 1665.
Dann folgen wir dem Tod durch die Jahrhunderte: zu mittelalterlichen Totentänzen, dem Triumph des Todes in Palermo und den Holzschnitten Hans Holbeins. Wir begegnen der Pest bei Daniel Defoe und Albert Camus, hören Schuberts Der Tod und das Mädchen und landen schließlich bei Ingmar Bergmans Das siebente Siegel, modernen Pestfilmen und Computerspielen wie A Plague Tale und Pathologic 2.
Dabei geht es immer wieder um dieselben Fragen:
Warum eignet sich ausgerechnet die Pest so gut, um Geschichten über Angst, Tod, Kontrollverlust, Schuld und gesellschaftlichen Zusammenbruch zu erzählen? Und warum erkennen wir manche dieser Reaktionen heute plötzlich wieder?
Zum Abschluss von Folge 10 beantworte ich außerdem eine Frage, die mir inzwischen mehrfach gestellt wurde:
Warum heißt dieser Podcast eigentlich „Von einer an der Realität gescheiterten Historikerin“?
Und dann seid ihr gefragt: 🌎 Soll unsere nächste Reise nach Südamerika gehen? 🏺 Oder zurück in die Antike – auf eine ziemlich lange Odyssee?