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#17 Michael Mack, Raiffeisen Immobilien: KI im Giebelkreuz, ImmoNow & den Menschen im Vertrieb

Bricks & Bots · 28. Sept. 2026 · 57:40

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Das Giebelkreuz kennt jeder. Wie viel Software dahinter selbst geschrieben wird, weiß kaum wer.

In Folge 17 ist Michael Mack bei uns, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien für Niederösterreich, Wien und das Burgenland. Es geht darum, wie eine dezentral gewachsene Makler-Organisation bei KI vorne bleibt.

Vom Neusiedler See bis zum Bodensee
Raiffeisen Immobilien ist regional organisiert, der Kunde sieht aber nur das Giebelkreuz und erwartet überall dieselbe Leistung. Dazu kommt ein Team von Anfang 20 bis zu Kolleg:innen mit Jahrzehnten im Haus. Michael tourt deshalb seit zwei Jahren mit KI-Workshops durch die Bundesländer. Wie nimmt man die Hemmschwelle, ohne die Regulatorik aus den Augen zu verlieren?

ImmoNow: zu früh für den Markt, genau richtig fürs Haus
ImmoNow startete vor rund zehn Jahren als Matching-Plattform für Mietimmobilien. Heute ist die ImmoNow Services GmbH der interne Digitalisierungsdienstleister der Gruppe: eigenes CRM, eigene Website, eigene Tools für die Bewertung. Der externe Verkauf des CRM kam mit Corona ins Stocken. Build statt Buy, mit Bank-Schnittstellen, die kein Standardanbieter mitbringt. Rechnet sich das noch, wenn KI das Bauen für alle billiger macht?

Copilot statt Vibe Coding
Im Bankenumfeld wirft man nicht einfach Daten in irgendein Tool. Bei Raiffeisen Immobilien laufen ChatGPT und Copilot auf Microsoft-365-Basis, selbstgehostete Modelle sind angedacht. Michael baut Präsentationen mit KI, sagt aber: Da steht viel Blödsinn drin, nichts geht raus, bevor es kontrolliert wurde. Wo hört die Zeitersparnis auf und wo fängt die Seelenlosigkeit an?

2.500 Gutachten, sieben Leute
In Ostösterreich schafft das Bewertungsteam 2.000 bis 2.500 Bewertungen pro Jahr mit sieben Personen, weil fast alles rund um die eigentliche Begutachtung automatisiert ist. Wie viel Effizienz steckt noch in Prozessen, die wir für unantastbar halten?

Der Makler bleibt, das Backoffice ändert sich
Für Michael zählt im Vertrieb die Persönlichkeit. KI soll übernehmen, was Makler ungern tun, etwa Termine strukturiert ins System einzutragen. Die gewonnene Zeit fließt in Körpersprache, Verhandlungstechnik und Kundenführung. Gleichzeitig ist erste Werbung in ChatGPT fürs nächste Jahr budgetiert. Fragt der Kunde von morgen zuerst die KI und erst dann den Makler?

Hinweis: Die Inhalte dieser Folge sind persönliche Einschätzungen und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

Kapitel
00:27 Intro: Netzwerk, Verbund und Innovation
02:26 Michael Mack: vom Controlling in die Immobilienbranche
04:49 Rennrad, Trainingspläne und KI
08:40 Raiffeisen Immobilien: dezentral, regional, ein Giebelkreuz
10:13 KI-Workshops in den Bundesländern
12:59 ImmoNow: von der Matching-Plattform zur Digitalisierungstochter
18:16 Das eigene CRM und die Schnittstellen zur Bank
20:01 Build vs. Buy
21:35 Der Raiffeisen-Verbund: Austausch, Compliance, Sicherheit
26:17 Wer vibe-codet? ChatGPT, Copilot und Datenschutz
28:26 Selbstgehostete KI und DSGVO
30:10 Welche KI wofür: Prozesse, Lizenzen, erste Workflows
33:53 Präsentationen mit KI: Zeitgewinn und Blödsinn im Output
38:55 Bühne vs. Meeting: wo KI nichts verloren hat
41:03 Im Vertrieb zählt die Persönlichkeit
42:37 Ersetzt KI den Makler?
45:03 Wer ImmoNow nutzt: Vertrieb, Vertriebsunterstützung, Bewertung
46:39 Eigene Tools: Lead-Generator und Bewertungsabteilung
47:32 2.000 bis 2.500 Bewertungen mit sieben Leuten
50:14 Größter Verbundmakler und Effizienz pro Kopf
51:02 Suchen Kunden über ChatGPT? A2A und KI-Werbung
53:44 Sichtbar für KI: Content, Code und Budget fürs Ausprobieren
57:28 Verabschiedung

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