Bricks & Bots · 17. Aug. 2026 · 50:09
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Mit 25 kommst du in ein Haus, in dem manche seit 30 Jahren arbeiten, und sollst dort die Prozesse umbauen. Genau da hat Cynthia Billisich 2020 bei OTTO Immobilien angefangen. Heute leitet sie eugen!, eine eigene GmbH mit eigenem Team, eigener Marke und 400 bis 600 Besichtigungen im Monat. Und sie sagt offen, an welcher Stelle sie beim Automatisieren bewusst stehen bleibt.
Eine Maklerin lernt coden
She Codes Plus, Frontend, vier Monate, HTML, CSS, GitHub, APIs. Warum macht das jemand, der gar nicht Programmiererin werden will? Was ändert sich im Gespräch mit Agenturen und Entwicklern, wenn du ungefähr weißt, was hinter der Oberfläche passiert? Und hilft dieses Wissen mehr beim Bauen oder beim Nein-Sagen?
Vom Innovationsprojekt zur eigenen GmbH
Ein Speed-Dating-Gespräch 2019, der Einstieg kurz vor dem Lockdown, die Gründung 2023. Warum wird aus einem Projekt einer etablierten Marke eine eigene Firma mit eigenem Namen? Was passt an einem schnellen, skalierbaren Prozess nicht in ein Haus, das für langjährige Marktexpertise und Service steht? Und was heißt Corporate Startup, wenn der Konzernname gleichzeitig dein Türöffner ist?
Das analoge schwarze Loch
Kristof bringt eine These mit: Neue Leute kommen mit Drive und verlieren ihn in bestehenden Prozessen. Ist Cynthia das Gegenbeispiel oder gab es die Reibung trotzdem? Warum wurde das Team am Anfang räumlich separiert? Und welcher Moment hat die Kolleginnen und Kollegen überzeugt?
Nicht alles digitalisieren
Prozess zerlegen, Miniprozesse anschauen, Small Steps. Was war der Denkfehler, den am Anfang fast alle machen? Warum lassen sich deutsche Vorbilder im Wiener Mietmarkt nicht eins zu eins übernehmen? Und welche Teile sollen bewusst analog bleiben?
Was eugen! wirklich macht
Reines B2B, großvolumige Wohnvermietung, knapp 6.000 betreute Einheiten, das größte Projekt mit fast 400 Wohnungen. Wie schaut ein Prozess aus, der so ein Volumen trägt und trotzdem ohne Massenbesichtigungen funktioniert? Warum hat eugen! keine eigene App gebaut? Wieso ist die Online-Terminbuchung, die du beim Friseur längst kennst, in dieser Branche noch immer eine Besonderheit? Und was passiert mit dem Narrativ, dass es ohne Provision vom Mieter keine Qualität geben kann?
Wo ist die KI?
Unsere Standardfrage, diesmal an eugen!. Es gibt einen KI-Agenten auf der Website, ein Reporting-Dashboard für die Eigentümerseite und automatisierte Follow-ups. Bei der Bewertung der Mietanbote läuft aber bewusst keine Maschine mit. Warum zieht Cynthia diese Grenze, obwohl es technisch ginge? Was hat der AI Act damit zu tun? Und was leistet der persönliche Eindruck vor Ort, den keine Automatisierung liefert?
Kapitel
00:00 Begrüßung bei 40 Grad im Studio
00:47 Wer ist Cynthia Billisich?
03:18 She Codes: Warum eine Maklerin coden lernt
05:30 Die Innovationsrolle bei OTTO Immobilien
08:23 Warum eugen! eine eigene GmbH wurde
12:15 Das analoge schwarze Loch
15:15 Mit 25 gegen 30 Jahre Berufserfahrung
16:15 Widerstand, Taskforce und die elektronische Signatur
18:20 Prozesse zerlegen statt alles digitalisieren
19:00 Warum deutsche Lösungen in Wien nicht greifen
20:32 Was ist eugen!? B2B, Bestand und Neubau
21:37 6.000 Einheiten, 400 bis 600 Besichtigungen im Monat
23:17 Keine eigene App, dort andocken wo gesucht wird
26:15 Keine Provision und trotzdem mehr Service
28:22 Online-Beratung und der KI-Agent auf der Website
30:55 Wo ist die KI bei eugen!?
33:23 Vibecoded oder Experten? Die Partnerfrage
36:17 Scoring, AI Act und die bewusste Grenze
40:41 Wurde eugen! intern angenommen?
43:03 Start punktgenau zum Bestellerprinzip
45:38 Fünf Jahre voraus: Expansion und KI
48:23 Nie fertig mit der Entwicklung