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Wir erheben in der Pflege heute so viele Daten wie nie zuvor. Aber nutzen wir sie auch wirklich? Lars Drüke-Thiele erklärt als ehemalige Pflegekraft, warum Deutschland eher ein Übersetzungsproblem als ein Datenproblem hat. Er zeigt, wie Datensilos auf Station, im Krankenhaus und europaweit entstehen. Und er ordnet ein, welche Rolle FHIR, die elektronische Patientenakte und Large Language Models für nutzbare Gesundheitsdaten spielen.
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Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Deutschland hat kein Daten-, sondern ein Übersetzungsproblem. Ohne gemeinsame Standards wie FHIR verstehen sich Systeme nicht, obwohl sie dieselben Daten erfassen. - Datensilos entstehen auf mehreren Ebenen gleichzeitig, auf Station, im Krankenhaus und europaweit. Das kann für Patient:innen im Ernstfall gefährlich werden. - Die elektronische Patientenakte, Large Language Models und Clinical Data Repositories können echte Entlastung bringen. Dafür braucht es offene Schnittstellen, gute Usability und Software, die gemeinsam mit Pflegekräften entwickelt wird.
Das besprechen wir in dieser Folge:
- Warum Deutschland eher ein Übersetzungs- als ein Datenproblem hat - Wie Datensilos auf Station, im Krankenhaus und europaweit entstehen - Was der FHIR-Standard ist und warum er für den Datenaustausch entscheidend ist - Wie weit die elektronische Patientenakte heute wirklich ist - Welches Potenzial Large Language Models für Dokumentation und Entlastung in der Pflege haben - Warum gute Gesundheitssoftware nur gemeinsam mit Pflegekräften entsteht
Die Folge ist besonders relevant für:
- Pflegekräfte im Klinikalltag - IT- und Digitalisierungsverantwortliche in Kliniken - Softwareentwickler:innen im gesamten Gesundheitswesen - Entscheider:innen in anderen Branchen, die das Thema Interoperabilität vorantreiben wollen
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Über unseren Gast:
Lars Drüke-Thiele ist Digitalisierungsexperte aus der Pflege. Er ist ausgebildeter (Kinder-)Krankenpfleger und später Ausbilder gewesen, bevor er nach Jahren am Bett in die Gesundheits-IT gewechselt ist. Heute arbeitet er bei Tiplu in Hamburg als Senior Innovation Sales Manager DACH und verbindet klinische Praxis mit IT-Know-how rund um Interoperabilität, Dokumentation und Prozessgestaltung.
Über unseren Host:
Konrad Fenderich ist Business Manager bei slashwhy. Er begleitet digitale Projekte im Gesundheitswesen mit strategischem Weitblick und einem klaren Blick für die Realität im Klinik- und Versorgungsalltag. Seine Erfahrung aus der Physiotherapie, Klinik sowie aus internationalen Beratungsprojekten fließt in Lösungen ein, die technologische Innovation und Praxisnähe vereinen.
Über slashwhy:
Die 300 Software-Expert:innen bei slashwhy entwickeln nutzerzentrierte und skalierbare Individual-Software für Unternehmen in den Branchen Energiewirtschaft, Land- und Baumaschinen, Industrie, Medizin und Gesundheit, Consumer Electronics, Gebäudetechnik und Küchentechnik. Unsere Kunden profitieren vom Know-how-Transfer unserer Departments, indem wir Learnings, Muster und Ideen aus unterschiedlichen Projekten teilen und so neue Perspektiven in die Produktentwicklung einbringen. Das führt zu Lösungen, die nicht nur zur Branche passen, sondern auch von Erfahrungen aus anderen Märkten profitieren.
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Hinweis: Dies ist Gespräch #2 von 4 zwischen Konrad Fenderich und Lars Drüke-Thiele.