Wo die Erde aufreißt: Der neue Durchbruch bei der Erdbeben-Vorhersage
Können wir bald genau wissen, wo das nächste schwere Erdbeben droht? Ein neues GPS-Modell der University of California, Riverside zeigt präzise, wo sich Spannung aufbaut – doch der Faktor Zeit bleibt ein Rätsel.
In dieser Episode beleuchten wir eine wegweisende Methode der Erdbebenforschung von der University of California, Riverside. Die Geophysiker Gareth Funning und Axel Periollat haben einen Algorithmus entwickelt, der mithilfe von GPS-Satellitendaten minimale Bodenbewegungen analysiert. So lassen sich blockierte Zonen (Asperitäten) an Plattengrenzen identifizieren, an denen sich gefährliche Spannungen aufbauen. Das Modell bewies seine Zuverlässigkeit, indem es exakt den Bruchpunkt des verheerenden Kamtschatka-Bebens (Stärke 8,8) in Russland im Voraus bestimmte.
Die Krux: Die Wissenschaft weiß nun zwar immer genauer,
wo ein Megabeben droht, aber noch immer nicht,
wann. Zudem sind unsere Meere durch fehlende Unterwasser-Sensoren seismisch nahezu blind. Gleichzeitig zeigt die bauliche Realität enorme Defizite: In der Region Riverside (Kalifornien) wurden 76 % aller Wohnhäuser vor 1990 erbaut und entsprechen nicht modernen Sicherheitsstandards. Außerdem blicken wir mit Geologe Nic Barth auf die Alpine Fault in Neuseeland und lernen, warum die Ausbreitungsrichtung des Bruchs über die Intensität der Zerstörung entscheidet.
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This episode includes AI-generated content.