Folge deinen Lieblingspodcasts, höre offline und im Auto mit CarPlay und Android Auto und mach immer dort weiter, wo du warst. Kostenlos ausprobieren.
Monte Cassino, sechstes Jahrhundert: Benedikt von Nursia will in seine Mönchsregel schreiben, dass Wein nicht für Mönche taugt. Dann sieht er zwei Brüder ein Tongefäß ins Haus tragen und gesteht ihnen doch eine Hemina am Tag zu, rund einen Viertelliter. Heiko erzählt die Geschichte dahinter: die Wüstenväter und ihren Weinverzicht, Römer an der Mosel, Bischöfe als christliche Erben des römischen Gutsherrn, Kolumbans Landklöster und den Messwein als Umweg – und warum wir bis heute glauben, im Mittelalter sei aller Wein Klosterwein gewesen.
Marcel bringt drei Weißweine aus Lagen und Rebsorten mit Römerbezug mit: den Elbling von Stephan Steinmetz von der Obermosel, den Piesporter Goldtröpfchen von Ansgar Clüsserath und das Große Gewächs aus der Brauneberger Juffer von Fritz Haag. Dazu alles, was man über Moselwein wissen muss: warum der Elbling nur angeblich eine Römerrebe ist, was 1985 bei der Flurbereinigung unter dem Goldtröpfchen auftauchte und warum Moselweine um 1900 teurer waren als Bordeaux.
Das ist Teil eins. In der nächsten Folge krempeln die Zisterzienser die Ärmel hoch. Bis dahin: eine Hemina pro Tag. Cheers.