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„Bei Leukämien haben sich die Heilungschancen in den letzten Jahren deutlich verbessert“, kann Michael Kühn gleich zu Beginn des Gesprächs mit Ralf Kiesslich in dieser Folge berichten. „Wesentliche Aspekte sind dabei, dass wir Innovationen aus der Forschung jetzt in die Klinik bringen, weil wir die Krankheitsmechanismen besser verstehen.“
Um künftig noch bessere und vor allem auch verträglichere Therapien für Blutkrebs zu entwickeln, ist Michael Kühn nicht nur Arzt, sondern auch Forscher – die von ihm geleitete Forschungsgruppe beschäftigt sich insbesondere mit der Akuten Myeloischen Leukämie (AML). Für den Leiter des Schwerpunktes Akute Leukämien an der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik sind Clinician Scientists – also forschende Mediziner:innen – dabei sehr wichtig für Innovationen in der Medizin: „Sie haben sozusagen ein Bein im Forschungslabor und ein Bein in der Krankenversorgung und können so die relativ große Lücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung überwinden.“
Ein sehr gutes Beispiel, wo dies par excellence gelungen ist, ist die Entdeckung der sogenannten Menin-Inhibitoren als neue Therapie-Option bei der häufigsten Form der AML– eine echte Erfolgsgeschichte, die Michael Kühn in dieser Folge eindrucksvoll schildert. Kürzlich ist dazu die EVOLVE II-Studie gestartet – eine große internationale Phase III-Studie, an der die III. Medizinische Klinik und Poliklinik der UM federführend beteiligt ist.