Stark im Sturm · 29. Sept. 2026 · 25:15
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In dieser Folge reden Jörg und Jens über den Konflikt zwischen persönlichem Interesse und dem Wohl des großen Ganzen, der gerade bei Transformationen und Reformen im Unternehmen immer wieder zum moralischen Prüfstein wird. Ausgehend vom Johari-Fenster zeigen sie, wie oft Entscheidungen auf Mutmaßungen über die Motive anderer beruhen, statt auf den tatsächlichen Beweggründen. Jörg schildert Beispiele aus seinem Unternehmen, in denen Einkäufer aus Angst vor Kontrollverlust, Bedeutungsverlust oder gar Jobverlust sinnvolle Einsparungen blockieren, und beschreibt, wie Organisationen durch den Wunsch, beschäftigt zu wirken, unnötige Prozesse und Verschwendung erzeugen.
Im zweiten Teil geht es um die Verantwortung des Systems und der Führung: Anreize allein reichen nicht, wenn die Angst vor persönlichen Konsequenzen bestehen bleibt. Jens betont, dass Betroffene im Wandel nicht allein gelassen werden dürfen, und Jörg verweist auf Jack Welchs Ansatz, Veränderung immer mit dem Warum, dem Wohin und dem persönlichen Nutzen zu erklären. Für junge Führungskräfte leiten beide daraus ab, Handlungsmotive offen auf den Tisch zu bringen, Sorgen aktiv zu adressieren und auch schwierige Entscheidungen, etwa Stellenabbau, transparent und begleitet umzusetzen.
Bis zum nächsten Mal, haltet durch und bleibt entspannt! Euer Jens, Jörg und Gustav.
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