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Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne

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12.000 Hitzetote - endlich handeln!

Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne · 20. Aug. 2026 · 3:03

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260820PC 12.000 Hitzetote – endlich handeln! Tag 10

Mensch Mahler am 20.08.2026


im Supermarkt ziehen die Preise wieder an, der Sprit an der Tankstelle wird spürbar teurer – und der Grund liegt hunderte Kilometer entfernt: An Rhein, Donau und Elbe sinken die Pegelstände täglich. Viele Schiffe können nicht mehr wie gewohnt fahren. 

Was viele nicht wissen: Wenn Frachtschiffe nur noch einen Teil ihrer üblichen Ladung transportieren können, merken wir das schnell im Geldbeutel. Für dieselbe Menge Rohöl, Chemikalien oder Baustoffe braucht es dann mehr Fahrten – teilweise kurzfristig mit Bahn und LKW. Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen bereits damit, dass das aktuelle Niedrigwasser infolge der Hitzewellen die Inflation in Deutschland zeitweise um bis zu 0,5 Prozentpunkte erhöhen könnte. 

Und Niedrigwasser ist nur eine Seite der Klimakrise. Schon die erste Hitzewelle im Juni hat unsere Unternehmen laut Prognos-Berechnungen mindestens 6,3 Milliarden Euro gekostet – in nur zwei Wochen. Jeder einzelne Tag mit mehr als 30 Grad kostet uns mehrere hundert Millionen Euro, weil Menschen bei Hitze weniger leisten können, häufiger krank werden oder ganz ausfallen. 

Gleichzeitig sind in den vergangenen Wochen mehr als 12.000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. 

Und was hören wir von Friedrich Merz? Wenig bis nichts. Nichts zu den mehr als 12.000 Hitzetoten, nichts zu den Dürren in der Landwirtschaft, nichts zu den extrem niedrigen Pegelständen an Rhein, Elbe und Donau. 

Es reicht nicht, als Bundeskanzler das Wetter aus dem Urlaub heraus zu beobachten, während Menschen, Tiere und unsere Unternehmen unter der Hitze leiden. 

Deshalb müssen wir Grüne jetzt Druck machen. 

Wir fordern: 

Denn Hitzeschutz kostet. Aber die Folgen des Nichtstuns kosten uns alle noch viel mehr: durch Ernteausfälle, Schäden an Häusern und Infrastruktur, unterbrochene Lieferketten – und vor allem durch die gesundheitlichen Folgen für Millionen Menschen. 

Union und SPD dürfen beim Hitzeschutz, beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung nicht weiter kürzen.  

Dass die SPD jetzt über eine neue Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung im Grundgesetz redet, ist bemerkenswert: 2021 hat Olaf Scholz genau das noch verhindert. Wenn Union und SPD Städte und Gemeinden wirklich beim Hitzeschutz unterstützen wollen, könnten sie längst handeln – die SPD hätte mit sieben Bundesministerien und dem Finanzminister an ihrer Spitze schon jetzt dafür alle Möglichkeiten. 

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