Sportstunde - Interviews mit den wichtigsten Protagonisten des deutschen Sports
Sportstunde - Interviews mit den wichtigsten Protagonisten des deutschen Sports · 12. Okt. 2026 · 1:13:47
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Neun Fußball-Weltmeisterschaften hat Günter Klein als Journalist vor Ort erlebt – von Italien 1990 bis zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. In der neuen Folge der Sportstunde spricht der Chefreporter des Münchner Merkur mit Oliver Dütschke und Olaf Klöckner über seine außergewöhnliche WM-Bilanz, seine persönlichen Highlights und die ganz besonderen Geschichten, die man nur erlebt, wenn man über Jahrzehnte direkt am Geschehen ist.
Welche Weltmeisterschaft war für ihn die beste? Warum steht Italien 1990 ganz oben? Und weshalb bewertet er die WM 2026 trotz einiger Kritikpunkte mit einer 6 von 9? Günter Klein erzählt von leeren Straßen in Rom vor dem WM-Halbfinale, von der unglaublichen Stimmung nach Italiens Sieg, von Südafrika, Brasilien, Japan/Korea und Russland – und erklärt, warum eine dezentrale Weltmeisterschaft wie 2026 eine völlig andere Atmosphäre erzeugt als das zentrale Turnier in Katar.
Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich außerdem um den deutschen Fußball. Günter Klein spricht über Jürgen Klopp als neuen Mann beim DFB, seine Erwartungen an dessen Arbeit und die Frage, ob die ersten Maßnahmen tatsächlich den gewünschten Effekt haben. Dazu geht es um die Entwicklung der Nationalmannschaft, den Umgang mit Spielern und die Veränderungen in der Medienarbeit rund um die DFB-Auswahl. Besonders interessant: Klein vergleicht die heutige Medienwelt mit seinen frühen Jahren, als Journalisten noch wesentlich unmittelbarer Zugang zu Spielern und Trainern hatten.
Auch der FC Augsburg und Sandro Wagner sind ausführlich Thema. Günter Klein erklärt, warum der FCA aus seiner Sicht vor allem ein regionaler Verein ist, warum er keine nationale Strahlkraft wie Schalke, Köln oder der HSV entwickeln muss und weshalb er die Entwicklung des Clubs trotzdem positiv bewertet. Über Sandro Wagner findet Klein anschließend sehr deutliche Worte und erklärt, warum er ihn aktuell nicht für einen geeigneten Trainer im Profifußball hält.
Und dann ist da noch das Eishockey. Klein erklärt, was der Fußball aus seiner Sicht vom Eishockey lernen kann – vor allem beim Thema Nähe und Zugänglichkeit der Sportler. Er erzählt von einer NHL-Medientour in München, bei der deutsche NHL-Stars und internationale Spieler Journalisten einen ungewöhnlich direkten Zugang ermöglichten. Für Klein ein deutlicher Kontrast zur heutigen Fußballwelt. Eine Folge voller Anekdoten, klarer Meinungen, persönlicher Erinnerungen und spannender Einblicke in mehr als drei Jahrzehnte Sportjournalismus.
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