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Chinas Langer Marsch 7A zerbricht nach 85 Sekunden, Rocket Lab zieht nach München

Senkrechtstarter · 18. Aug. 2026 · 20:08

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💥 85 Sekunden nach dem Abheben zerreißt es Chinas Langer Marsch 7A über Wenchang, Rakete und Satellit sind verloren. Ausgerechnet dieselbe Triebwerksfamilie soll in wenigen Wochen Chinas Mondmission Chang'e-7 zum Südpol bringen. 🚀 Rocket Lab verschickt komplette Startplätze im Schiffscontainer und macht München zur neuen Adresse, während SpaceX sein Starship Ship 40 im Meer aufgibt und im Börsenprospekt eine Million KI-Satelliten stehen. 🌒 Und über Island und Spanien schob sich der Mond komplett vor die Sonne. Wie viele Wochen kostet der Fehlstart Chinas Mondmission wirklich?

Die eigentliche Tragweite der Explosion steckt im Antrieb: In Kernstufe und Boostern der Langer Marsch 7A arbeiten YF-100-Triebwerke, und dieselbe Familie sitzt auch in den Boostern der schweren Langer Marsch 5, die Chang'e-7 zur Suche nach Wassereis am Mondsüdpol bringen soll. Angepeilt war zuletzt der 24. August, jetzt hängt an diesem Termin ein Fragezeichen, und der Staatskonzern CASC schweigt bislang zur Technik. Rocket Lab liefert dagegen die Meldung mit Zukunftsdrall: Das System GHOST steckt Raketen, Startinfrastruktur und Bodenversorgung in Standard-Schiffscontainer, aufgestellt zuerst auf Kodiak Island in Alaska. Dazu kommt die Rocket Lab Germany GmbH mit Sitz in München, ein Rekordquartal von 234 Millionen Dollar im Rücken und eine Vorgeschichte aus Vorratsgesellschaft Mondstein 694 und Mynaric-Übernahme. Nur beim Erstflug der Neutron klingt die Woche nüchterner.

Bei SpaceX reißt der offene Faden der Vorwoche: Raue See bremst das Schleppen, Ship 40 geht voraussichtlich verloren, immerhin sind Nahaufnahmen von Hitzeschild und Triebwerken im Kasten. Ship 42 steht vor den Kryotests, Booster 22 ist strukturell komplett, Flug 14 fehlt weiter im Startkalender. Außerdem in dieser Folge: die totale Sonnenfinsternis über Grönland, Island und Spanien, gefilmt vom Wettersatelliten MTG-I1 und von der NASA mit dem Höhenforschungsjet WB-57 gejagt. Die RFA ONE verliert ihr Startfenster auf SaxaVord, weil im Tank der ersten Stufe eine Anomalie gefunden wurde. Japans H3 bringt Michibiki 7 sauber nach oben und klärt endlich den Fehlstart vom Dezember. Relativity Space montiert die ersten Aeon-R-Triebwerke für die Terran R, am Ende 13 Stück mit knapp 1.600 Tonnen Schub. In den Kurznews: Katalyst bremst den havarierten Satelliten Link, der Gateway-Stopp kostet bei Paragon 70 Stellen, IRIS² wächst auf 348 Satelliten, Arianespace legt die Oberstufe ICARUS auf Eis, die Strahlenschutzweste AstroRad besteht ihre Auswertung und Mike Fincke verlässt nach 30 Jahren die NASA. Und wir suchen Verstärkung: einen Cutter fürs Senkrechtstarter-Team. Transparenz oder Geschwindigkeit, was bringt ein Raumfahrtprogramm schneller voran? Schreibt es in die Kommentare.

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