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Nach der New-Glenn-Explosion baut Blue Origin seine zerstörte Startrampe radikal anders auf als erwartet.
Nach fast 70 Jahren hebt die allerletzte Atlas ab. 🚀 Rocket Lab kauft Iridium – für acht Milliarden Dollar! Was will ein Raketenbauer mit 66 Satelliten, die seit Jahren um die Erde kreisen? 🛰️ Genialer Schachzug oder Milliarden-Wette – wie tickt die neue Raumfahrt-Woche?
Blue Origin verzichtet beim Wiederaufbau von LC-36 komplett auf das zerstörte Transport- und Aufrichtfahrzeug: New Glenn rollt künftig liegend zum Pad und wird dort per Kran aufgerichtet. Firmenchef Dave Limp hält trotz Prognosen von 12 bis 18 Monaten Stillstand an einem Rückflug noch vor Ende 2026 fest – und NASA-Chef Jared Isaacman verrät mit seinem Lob nebenbei die eigentliche Deadline: 2027. Passend dazu warnt eine Studie der Aerospace Corporation, dass Super-Schwerlastraketen ab einem gewissen Punkt sogar wieder teurer pro Kilogramm werden. Der Deal der Woche gehört aber Rocket Lab: Peter Beck übernimmt Iridium für rund acht Milliarden Dollar – 54 Dollar je Aktie, teils finanziert über einen 3,6-Milliarden-Brückenkredit. Damit entsteht neben SpaceX mit Starlink und Amazon mit Leo ein drittes Schwergewicht, das Raketen und eine eigene Satelliten-Konstellation unter einem Dach vereint.
Außerdem in dieser Folge: Die allerletzte Pegasus XL startet den Rettungsroboter LINK, der das 22 Jahre alte NASA-Teleskop Swift einfangen soll. Bei SpaceX gerät der Juli-Termin für Starship-Flug 13 unter Druck – Ship 40 ist zurück in der Halle, Booster 20 noch Wochen vom 33-Triebwerks-Test entfernt. Boeings Starliner bekommt vom NASA-Generalinspekteur ein vernichtendes Zeugnis, während auf der ISS der Canadarm2 in einem fast siebenstündigen Außeneinsatz repariert wird – bei gleichzeitig alarmierender Warnung zur Sicherheitsmarge der Station. Dazu: China gründet eine VLEO-Allianz mit 34 Organisationen, Österreich bestellt den Militärsatelliten Aurora bei R-Space, Frankreichs Vast-Deal sorgt für Unruhe in der CNES, die letzte Atlas V bringt 29 Amazon-Leo-Satelliten ins All, MaiaSpace will die Nutzlast verdoppeln und Firefly kauft KI-Navigation und plant Starts aus Schweden.