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“Heute muss die ganze Story von A bis Z stimmen. Wenn früher mit dem Fernglas drauf geschaut wurde, dann nimmt man heute das Mikroskop.“ Dr. Markus Kraft von der RECON AG skizziert mit diesen zwei Sätzen das heißeste Thema, das es derzeit gibt: Finanzierung und Refinanzierung. Ob es nun aus seiner Sicht Moderation oder Mediation heißt: Es bleibt schwierig. Markus erklärt die meist hybriden Strukturen der Prolongationen, spricht über Mezzanine-Geber und deren Wundenlecken. Ich lerne: Joint Ventures rücken verstärkt in den Fokus, weil Mezzanine-Geber merken, dass ihnen Kontrollrechte fehlen und sie dann doch „lieber auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und in das Steuer greifen können“.
Family Office treten als Kapitalgeber in den Vordergrund, aber auch als Zielgruppe für Markus: Dauermandate für Portfoliobereinigungen gibt es bei der RECON AG verstärkt. Wir sprechen über Finanzierungshygiene als Voraussetzung für Spielräume, ob Sale-and-Lease-back ein neuer Trend ist, über Worst-Case-Szenarios, die unbedingt auf den Tisch gehören, über Schmerzen bei Restrukturierungen und die Bedeutung von Kontrollverlust. Markus hat auch eine Antwort auf eine Dauerbrenner-Frage von mir: Ist Kapital da und wenn ja, wo kommt es her. Markus soll auch der vorletzte Satz gehören: „Trübsal ist keine gute Finanzierungsstrategie.“