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Die Wall Street startet verhalten in die neue Woche. Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen notieren bei 5,27 Prozent mit Brent bei etwa 103 US-Dollar. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten etwas weniger Druck, und mehrere Fed-Mitglieder signalisieren, dass eine erneute Zinserhöhung im Oktober unwahrscheinlich ist. Der Markt rechnet derzeit eher mit einem nächsten Schritt im Dezember. Bemerkenswert ist die enorme Schwäche unterhalb der Indexoberfläche: 54 Prozent der Russell-3000-Aktien sind seit Juni mehr als 20 Prozent gefallen, während der S&P 500 mit einem erwarteten KGV von rund 19 bereits deutlich günstiger bewertet ist. Morgan Stanley sieht deshalb Chancen bei zyklischen Qualitätswerten, insbesondere Industriewerten. Gleichzeitig bleiben die Fundamentaldaten stark: Für das dritte Quartal werden 27 Prozent Gewinnwachstum und zehn Prozent Umsatzwachstum beim S&P 500 erwartet. Die Messlatte liegt nach den zuletzt gestiegenen Schätzungen entsprechend hoch. Der KI-Boom bleibt wichtigster Stützpfeiler. Foxconn meldet 47 Prozent Umsatzwachstum im dritten Quartal, ein weiteres Signal für robuste Investitionen in KI-Infrastruktur. Belastend bleibt dagegen der Nahostkonflikt: Iran will die Straße von Hormus vorerst nicht wieder vollständig öffnen.
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